Am Sonntag um 15.45 Uhr bebte die Erde in Ottignies, Wavre und Court St. Etienne. «Es war wie ein Donnern von Lastwagen» oder «wie eine kleine Explosion», so die verängstigten Menschen auf der Strasse. «Ich dachte, meine Heizung im Keller hätte ein Defekt», meinte wiederum ein anderer. Aber alle Betroffenen bemerkten, dass es ein «merkwürdiges Gefühl» gewesen sei.
Thomas Lecocq, Doktor der Erdbebenkunde am ORB (Observatoire Royal de Belgique) wirkte jedoch beruhigend, als er sich zu Wort meldete. «Wir verzeichneten am Samstag um 19.47 Uhr im Norden von Court St. Etienne das erste kleine Beben von 2,1 Messeinheiten auf der Richter-Skala, am Sonntagnachmittag dann allerdings schon einen Wert von 3,1 in Ottignies, was man bis weit in die naheliegenden Städte noch spürte.
Es waren immer mal wieder kleinere Erdbeben in in der Wallonie zu verzeichnen, so im Jahre 1653, dann 1956 und schließlich wieder 1983,1993 und 1995. Bei letzteren waren die Schäden allerdings in manchen Orten erheblich, es gab Tote und etliche zerstörte Häuser.
Es ist schwer zu sagen, ob sich diese Beben wiederholen, oder ob sie gar schlimmere Ausmaße haben könnten, so hört man seitens des ORB. Aber man wird sowohl vom Epizentrum Uccle als auch von dem in Ronquière mit größter Aufmerksamkeit und Sorgfalt die weitere Entwicklung beobachten.
Ein etwas mulmiges Gefühl bleibt dennoch zurück. Kommt mit der Klimaveränderung nun auch noch das Erdbeben in unsere Nähe? Ein kleiner Rat: Haben Sie einen Hund, so beobachten Sie ihn gut. Ist er unruhig, so nehmen Sie diese Unruhe ernst. Unsere Tiere fühlen so viel mehr als wir und wittern Gefahren, die auf uns zukommen, lange bevor wir es merken. Und sie haben schon oft Herrchen oder Frauchen in der Not vorgewarnt und ihnen das Leben gerettet.












