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06. Januar 2009
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Frisch frittiert

Der belgische Waffenhandel gleicht sich der Weltwirtschaft an: es gibt keine Zuwachsraten mehr, im Gegenteil. 2008 wurden außerdem von der Regierung zwei Exportanträge zugunsten der israelischen Armee abgelehnt. Es gibt sie also noch, die guten Meldungen.

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Jubel, Trubel, Wahnsinn

Begeisterung in Brüssel bei Goethe und NRW

Von Jacqueline Kraus und Karl-Alois Bläser

Hochspannung pur: vor dem Viertelfinalspiel Portugal – Deutschland gab es in Brüssel viele Fans, die sich auf einen Niederlage der Jogi-Truppe eingerichtet hatten und nur hofften, das Mannschaftsunglück "bei Goethe" oder in der NRW-Vertretung gemeinsam mit anderen Trauernden zu überstehen, aber dann kam alles ganz anders...

 

Jacqueline Kraus berichtet:

 

Das Goethe-Institut Brüssel hatte zum EM-Viertelfinalspiel der deutschen Mannschaft gegen Portugal eingeladen. Die Gäste waren beim Einlass erwartungsvoll und aufgeregt, denn die letzten Spiele der deutschen Nationalmannschaft waren auf keinen Fall überzeugend gewesen.

 

Beide Teams tasteten sich an diesem 19. Juni vorsichtig in die Partie, so dass in der Anfangsphase das Spiel fast ausschließlich im Mittelfeld stattfand. Die Gäste nutzten die Gelegenheit, sich mit Bier und Würstchen zu verpflegen. Erst in der 20. Minute kam so richtig Leben in die Bude. Zunächst vergab Joao Moutinho die große Chance auf die portugiesische Führung. Fast im Gegenzug ging die DFB-Elf aber durch Schweinsteiger in Führung; sein genialer Schuss brachte das gesamte Goethe-Institut zum Wackeln. Die 500 Gäste jubelten voller Inbrunst und brauchten nicht damit aufzuhören, denn die deutsche Elf setzte sofort nach und schloss mit dem Kopfballtor von Klose zum 0:2 ab. Das Gegentor von Gomes änderte nichts an der einzigartigen Stimmung im Goethe-Institut.

 

Gebibbere

 

Die Halbzeit nutzten die Gäste, um ihre Erwartungen über die Leistung der deutschen Elf noch zu steigern. Sie wurden nicht enttäuscht. Kurz nach Halbzeitanpfiff köpfte Ballack zum 1:3 und nun wurden im Goethe-Institut die Deutschland-Rufe immer lauter. Die Stimmung war auf dem Höhepunkt, wie auch die Spannung, denn die Portugiesen verkürzten zum 2:3. Noch ein paar Minuten bange Hoffnung und Gebibbere. Mit dem Schlusspfiff sprangen alle Gäste von ihren Stühlen und bejubelten die deutsche Mannschaft.

 

 

So viel Ausgelassenheit hat es wohl noch niemals im Goethe-Institut gegeben. Die einzigartige Stimmung durch Deutschland-Rufe, Zurufe und Gesänge und vor allem die super Laune der Gäste hat dieses Ereignis zu etwas Besonderem gemacht. Der Rahmen stimmte, denn der Deutsche Sparkassen- und Giroverband sorgte für das leibliche Wohl und alle waren sich zum Schluss einig: Wir kommen wieder!

 

Karl-Alois Bläser hat mitgejubelt:

 

Gut 300 Fans des deutschen Fußballs waren am Donnerstagabend in die neue Landesvertretung Nordrhein-Westfalen gekommen, um der deutschen Fußball- Nationalmannschaft bei ihrem Viertelfinalspiel gegen Portugal die Daumen zu drücken. Die zahlreichen Gäste, darunter auch viele portugiesische Fans, verfolgten das Spiel auf zwei Großleinwänden und sorgten für eine hervorragende Stimmung bei Würstchen und Bier. Mit Fähnchen, Hüten und Schals in den deutschen und portugiesischen Nationalfarben bejubelte die deutsche „Community“ die ausgezeichnete Leistung der Elf um Jogi Löw, die am Ende mit 3:2 gewann und damit ins Halbfinale einziehen wird.

 

Fotos: Stefanie Max, Karl-Alois Bläser, Joris Poschet

Erstellt oder aktualisiert am 20. Juni 2008.

 
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