21. März 2010

Frisch frittiert

Steuern, Arbeitsrecht, die belgischen Sprachprobleme können deutsche oder österreichische Investoren durchaus abschrecken, in Belgien Geld einzusetzen. Einem unsere Leser scheinen diese Themen zweitrangig zu erscheinen. „Könnten Sie mich bitte informieren, wie hoch die Telefongebühren von Belgien nach Deutschland zur normalen Geschäftszeit sind, da ich - wenn auch bisher noch vage - die Idee habe, mich in Belgien niederzulassen?“ fragt er. Wer schlägt einen Pfad durch den Anbieter-Dschungel? Was für ein Glück, dass es Skype gibt, guter Mann.

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Selber machen in Technopolis

Wohin mit den Kids im Winter? Ein Ratschlag

Von Walter Frank

Im Sommer ist das kein Problem: Da können die Kinder hinaus. Auch in einem richtigen Winter gibt es viele Aktivitäten im Freien. Aber wenn es andauernd regnet? Viele Museen sind für Jugendliche „boring“. Vielleicht gilt das noch mehr für die Besichtigung von Kirchen und architektonischen Besonderheiten.

Also wohin? Kinder jeden Alters spielen gerne an Geräten, und deshalb sind für viele von ihnen technische Einrichtungen sehr attraktiv. Die „Technopolis“ bei Mechelen ist dafür gerade das Richtige. Also nichts wie hin!

Das Gebäude ist auch leicht zu erreichen. Sie fahren den Autobahnring Richtung Antwerpen, die E 19, an Mechelen Süd (Ausfahrt 10) rechts heraus und am ersten Kreisel wieder rechts ab. Da ist man schon angekommen.

Ein Auto lüpfen

Schon bevor Sie an der Kasse die Eintrittskarten kaufen, können die Kinder selbst ein Auto hochheben. Dieses Auto ist so aufgehängt, dass es über Hebelwirkung von jedem Leichtgewicht in die Höhe befördert und wieder abgesenkt werden kann.

Dort haben die Kleinen und die Großen dann die Möglichkeit, den ganzen Tag (von 9 Uhr 30 bis 17 Uhr) alle möglichen technischen Errungenschaften spielend auszuprobieren. In Deutschland ist das hier am besten mit dem „Deutschen Museum München“ auf der Museumsinsel oder dem „Universum Science Center“ in Bremen zu vergleichen.

In der „Technopolis Mechelen“ erklären Väter den Kindern optische Gesetze und probieren sie aus. Da können Sie wie in einem Puzzle den Menschen mit all seinen Organen auseinander nehmen und wieder zusammensetzen. Die Beschriftungen sind zwar nicht in deutscher Sprache. Aber Eltern können meistens flämisch, französisch oder englisch verstehen, um Einzelheiten vorzulesen. Sollten Eltern aber nichts erklären können, gibt es freundliche Helfer der Technopolis, die auch in deutscher Sprache die gewünschten Informationen geben können. Sehr vieles kann man aber ohne viele Erklärungen einfach selber machen. „Machen“ ist überhaupt das Reizvolle bei dem dortigen Besuch. Da heißt es nicht etwa „nicht anfassen“; im Gegenteil, alles ist da, um es auszuprobieren.

Aufs Nagelbrett!

Man kann sich auf ein Nagelbett legen. Man kann auch einen kompletten Gesundheitscheck machen und vom Computer auswerten lassen. Es gibt ganz viele Wasserspiele von Seifenblasen bis zu wissenschaftlichen Demonstrationen mit Wasser. Oder ein Flugsimulator zeigt, wie ein Flugzeug gesteuert wird, und die Kinder können den Piloten ersetzen. Man kann auf einem Seil Fahrrad fahren, wie man das sonst nur im Zirkus sieht. Hier ist das Fahrrad aber so gesichert, dass nicht passieren kann. Der Fahrer ist angeschnallt und das Rad wird durch Gewichte auf dem Hochseil gehalten. Runterfallen geht nicht. Wir haben strahlende Augen bei diesem Erlebnis bei Kindern, Jugendlichen bis zu bei Achtzigjährigen gesehen.

Beim Autosimulator muss man allerdings einen Führerschein haben, um sich ans Steuer setzten zu dürfen. Vermutlich will man nicht zum Missbrauch verleiten.

Das Haus ist sehr gepflegt. Saubere Toiletten, eine freundliche kleine Kantine, damit man bei dem Spielen das Essen nicht vergisst und halb verhungert wieder nach Hause fährt. Technopolis lädt auch ein, Besucher aus Deutschland mitzubringen, Geburtstagsfeiern einmal anders zu gestalten oder gar mit Schulklassen den Unterricht sehr praktisch durchzuführen. Dazu gibt es besondere Arrangements, die man vorher absprechen kann. Das Motto ist: Mit Freude lernen! Es gibt so viele naturwissenschaftliche Gesetze, die man spielend verstehen lernt. Man kann bis zu den Atomen vordringen. Es gibt auch die verschiedensten Vorführungen und Demonstrationen, falls man Zeit dazu findet. Ein Tag reicht nicht aus, um alles auszuprobieren. Bei dem Besuch wünsche ich viele weitere Entdeckungen und: „Viel Vergnügen“.

 

Info:
Technopolis, 2800 Mechelen, Technopolislaan. Oder auch:
O 4° 28' 12"
N 51° 00' 09"
Die Preise sind 8,90 € für Erwachsene und ab 12 Jahren, für 3- bis 11-Jährige 6,40 € und 7,90 € für Senioren. Kinder unter 3 Jahren brauchen nichts zu bezahlen.


Erstellt oder aktualisiert am 05. März 2007.

 
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