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Von  Egon C. Heinrich

Zweiter Neustart in zwei Jahren

Die Belgisch-Deutsche Gesellschaft (BDG) gibt nicht auf

Innerhalb von zwei Jahren wagt die Belgisch-Deutsche Gesellschaft Brüssel (BDG) ihren zweiten Neubeginn. Schon 2010 war mit großen Erwartungen, aber erfolglos eine Wiederbelebung verkündet worden. Mit dem FDP- Bundestagsabgeordneten Oliver Luksic - einem Europa-Experten in seiner Fraktion – wurde ein neuer Präsident gewählt, desgleichen ein neuer Generalsekretär. Der damalige deutsche Botschafter Prof. Reinhard Bettzuege hatte den Neubeginn nachdrücklich unterstützt.

 

In der Tat hat die Gesellschaft danach zwei eindrucksvolle Veranstaltungen organisiert: eine Feier zu ihrem 50jährigen Bestehen und eine Veranstaltung aus Anlass des 60. Jahrestags der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Belgien und der jungen Bundesrepublik Deutschland im Jahre 1952.

 

Kurz danach geriet die Gesellschaft jedoch in Turbulenzen. Sie hatte sich mit diesen Veranstaltungen offenbar übernommen, was zum Ausscheiden des Generalsekretärs und zu längerer Inaktivität führte. Nach einer Konsolidierungsphase wurde vor kurzem auf einer Generalversammlung in der EU-Vertretung Hessen ein erneuter Neubeginn beschlossen. Präsident Luksic, der nicht neu gewählt werden musste, konnte immerhin 50 Mitglieder und Interessenten begrüßen. Derzeit hat die Gesellschaft fast 70 Mitglieder, man rechnet mit dem baldigen Beitritt weiterer Bürger aus Belgien und Deutschland. Belgier sind allerdings weit in der Minderzahl; es sollen daher vor allem mehr belgische Mitglieder, vorzugsweise aus dem flämischen Landesteil, gewonnen  werden.

 

Leitgedanke: Freundschaften fördern

 

Wie der Schatzmeister Mattias Villarreal berichten konnte, steht die Gesellschaft auch finanziell wieder auf gesunden Beinen. Zum neuen Generalsekretär wurde Frédéric Maas gewählt. Präsident Oliver Luksic beschreibt den Leitgedanken der Gesellschaft wie folgt: Die Beziehungen zwischen Belgiern und Deutschen sowie Freunden beider Länder zu fördern und zu stärken. Dafür soll den Mitgliedern ein vielfältiges Angebot an Veranstaltungen, insbesondere im kulturellen und gesellschaftlichen Bereich, geboten werden.

 

So ist eine Vortragsveranstaltung mit der Staatsministerin im deutschen Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper, über die Zukunft der deutschen Sprache in Belgien geplant. Außerdem sollen die historisch und architektonisch attraktiven belgischen Schlösser besucht werden, zuerst das Schloss Beloeil. Die Zusammenarbeit mit anderen bilateralen Gesellschaften, etwa mit der Belgisch-Bayerischen Gesellschaft, soll intensiviert werden. Zu den beiden anderen Belgisch-Deutschen Gesellschaften in Antwerpen und Lüttich bestehen schon gute Kontakte. Die Generalsekretäre dieser Gesellschaften treffen sich regelmäßig in der Deutschen Botschaft in Brüssel.

 

Wie viel Deutsche leben in Belgien?

 

Wie der deutsche Botschafter Dr. Eckart Cuntz in seinem Grußwort betonte, sieht er in der Neubelebung der Belgisch-Deutschen Gesellschaft Brüssel einen wichtigen Beitrag zu den Beziehungen zwischen beiden Ländern; er versprach daher die volle Unterstützung der Botschaft. Er erinnerte daran, das Deutschland der erste Wirtschaftspartner Belgiens sei; umgekehrt steht Belgien an achter Stelle unter den deutschen Wirtschaftspartnern. Nach Schätzungen des belgischen Innenministeriums sollen in Belgien fast 70 000 Deutsche leben. Diese Zahl erscheint aber auch dem Botschafter als viel zu hoch gegriffen, er hält eine Zahl von 40 000 für realistischer.


Gedenken an 100 Jahre Erster Weltkrieg

 

Der Erste Weltkrieg hat im Bewusstsein und in der Geschichte Belgiens tiefe Spuren hinterlassen. Zum Gedenken an den Ausbruch dieses Krieges vor 100 Jahren sind im Jahre 2014 zahlreiche Veranstaltungen in Belgien geplant. Daran sollten sich nach Ansicht von Botschafter Dr. Cuntz auch die Deutschen aktiv beteiligen. Der Botschafter regte auch an, in Brüssel ein Haus zu suchen, in dem die Gesellschaft ihren Sitz haben und wo sich Angehörige beider Länder treffen könnten. Eine sehr gute Idee, allerdings nicht so einfach zu verwirklichen. Vielleicht findet sich ein Sponsor?

 

Wer sich über die Belgisch-Deutsche Gesellschaft Brüssel (Société Belgo-Allemande asbl;  Belgisch-Duitse Vereniging vzw.) noch weiter informieren bzw. beitreten möchte, dem stehen folgende Kontaktmöglichkeiten zu Verfügung:

 

Internet: Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.belgischdeutschegesellschaft.eu
Die BDG ist auch auf  Facebook und Xing vertreten.
E-mail-Adresse:Öffnet externen Link in neuem Fenster info@belgischdeutschegesellschaft.eu
Postanschrift: Av. Louise 532, B 1000 Brüssel
Tel. Generalsekretär Frédéric Maas: 02-7396264


Erstellt oder aktualisiert am 20. Mai 2012.
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