Lang, lang ist's her, dass in den europäischen Fußballwettbewerben vier belgische Mannschaften die Haupt- beziehungsweise Gruppenphase erreichen konnten. In diesem Jahr scheiterte nur KVC Westerlo in der Qualifikation. Anderlecht, Club Brügge und Standard schafften den Einzug in die Gruppenphase der Europa-League, und Meister Racing Genk darf sich sogar beim Meisterball, der Champions-League, mit den großen des europäischen Fußballs messen.
Racing Genk, der belgische Meister der vorigen Saison, hat es bis in die Gruppenphase der Champions-League geschafft. Nach einem packenden Rückspiel in der letzten Qualifikationsrunde hatten die Limburger nach Verlängerung und Elfmeterschießen Maccabi Haifa aus Israel besiegen können und sich damit Zutritt auf die Bühne der großen europäischen Teams verschafft. Abgesehen von den 15 Millionen Euro, die durch diese Qualifikation den Genkern sicher sind, ist dies vor allen Dingen sportlich ein Erfolg und nicht zuletzt ein Imagegewinn für den belgischen Fußball.
Die Großen Drei sind dabei
Auch in der Qualifikationsphase zur Teilnahme an der Gruppenphase der Europa-League lief es für die belgischen Mannschaften beachtlich. Sowohl Club Brügge als auch Anderlecht und Standard schafften es, sich zu qualifizieren. Kleiner Wehrmutstropfen: Für Standard Lüttich ist die Teilnahme an der Europa-League mehr oder weniger nur ein Trostpflaster, denn die verpasste Qualifikation zur Champions-League-Teilnahme nach dem Ausscheiden gegen den FC Zürich, dürfte den Rouches - insbesondere finanziell - noch immer schwer im Magen liegen.
In der Qualifikation zur Europa-League entlud sich bei Standard offenbar der geballte Frust, den die Rouches im Doppelduell gegen Helsingborg IF in positive Energie umzuwandeln wussten. In der Addition von Hin- und Rückspiel sicherte sich der letztjährige Vizemeister mit einem 4-1 den Einzug in die Gruppenphase.
Mit Hängen und Würgen
Schwerer tat sich der RSC Anderlecht mit dem türkischen Vertreter Bursaspor. Obwohl Sporting das Hinspiel in der Türkei mit 2-1 gewonnen hatte, hing die Qualifikation zur Gruppenphase der Europa-League im Rückspiel im Astridpark am seidenen Faden. Die Truppe von Trainer Ariel Jacobs geriet früh in Rückstand und schaffte mit Mühe und Not den Ausgleich. Als die Königlichen den zwischenzeitlichen 2-1-Vorsprung aus der Hand gegeben hatten, mussten sie sich noch über die Runden zittern. Das 2-2 reichte am Ende - dem Glück sei Dank.
Neben Anderlecht und Standard findet sich nach einem glanzlosen Weiterkommen gegen den georgischen Vertreter Sestaponi auch Club Brügge in der Gruppenphase der Europa-League ein. Club hatte im Hinspiel in Georgien einen 3-0-Vorsprung aus den Händen gegeben, schaffte es aber, zuhause mit einem 2-0 das 3-3 Unentschieden glattzubügeln.
Während Racing Genk bereits seine Gegner in der Champions-League kennt, warten die drei belgischen Europa-League-Teilnehmer noch auf die Auslosung. Genk darf sich auf Spiele gegen den FC Valencia, den FC Chelsea und gegen den deutschen Vizemeister Bayer Leverkusen freuen. Eine schwierige, aber attraktive Gruppe, auch wenn sich der Traum der Lose FC Barcelona, Inter Mailand oder Real Madrid nicht erfüllte.
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