Romelu Lukaku gilt zusammen mit Steven Defour, Axel Witsel und Eden Hazard als eines, vielleicht sogar als das größte Fußballtalent Belgiens. Der Sohn des kongolesischen Einwanderers, Roger Lukaku, der ebenfalls als Profifußballer in belgischen Stadien auf Torejagd ging, stürmte bisher für den RSC Anderlecht und stand bereits lange auf dem Wunschzettel großer Clubs. Nun ist es soweit: im Buhlen um den 18-Jährigen hat der FC Chelsea das Rennen gemacht, und Lukaku wird sich in den kommenden Monaten in der englischen Premierleague beweisen müssen.
Der RSC Anderlecht ist um viele Millionen reicher und um sein bestes Pferd im Stall ärmer. Wie viel der englische Premierligist FC Chelsea für den belgischen Nachwuchsstar im Sturm auf das Konto des belgischen Rekordmeisters überweisen musste, ist nicht bekannt. Anderlecht-Manager Herman van Holsbeek sprach von einem der besten Transfers in der Geschichte der belgischen Liga. Wahrscheinlich liegt die Ablösesumme für den 18-jährigen Stürmer zwischen 10 und 15 Millionen Euro - so die Spekulationen.
Für Romelu Lukaku wird der Transfer nach London keine leichte Zeit, denn Chelsea ist ein internationaler Topklub mit Spielern von Weltformat, gegen die sich der junge Belgier mit kongolesischen Wurzeln erst einmal beweisen und durchsetzen muss. Die Konkurrenz ist größer als in Belgien, das Tempo schneller, die Gangart im englischen Fußball ohnehin härter als in anderen europäischen Ligen.
In der belgischen Sportpresse wird Romelu Lukaku trotz seines jungen Alters und seines großen Karrieresprungs eine große Zukunft vorhergesagt. Und in der Tat: die Zeichen für ihn stehen günstig. Chelsea steht vor einem Umbruch. Neben Didier Drogba und Nicolas Anelka sehen zwei Weltklassestürmer ihrem Karriereende entgegen, und mit dem spanischen Weltmeister-Stürmer Fernando Torres steht ein Mann im Sturm, der auch noch ein Neuling an der Londoner Stamford Bridge ist. Große Namen, große Herausforderungen, aber auch große Anforderungen an sich selbst.
Romelu Lukaku, der vor einem bereits mehrfach mit ihm in Verbindung gebrachten Wechsel erst einmal seine Schule zu Ende gemacht hat, weiß, worauf er sich einlässt. Er will mit seinen Aufgaben wachsen, sich mit den ganz großen messen, von ihnen lernen und Erfolge feiern.
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