Zehn Prozent teurer als im Vorjahr sollen 2011 Weihnachtsbäume in Belgien werden. Etn Baum ab zwei Meter Höhe soll 60 bis 80 Euro kosten. Die Tageszeitung "Het Nieuwsblad" berichtete darüber nach einer Umfrage bei Händlern in Flandern. Dabei gibt es genug Weihnachtsbäume aus den Ardennen, wie verlautet. Doch sind sie nach Meinung der Händler nicht so schön wie die dänischen Bäume der Gattung "Nordmann". Sie stellt den beliebtesten Weihnachtsbaum, auch weil sie später anfange zu nadeln als andere Christbaumarten.
Die Knappheit dieser gesuchten Bäume soll die Ursache für die Preissteigerungen sein. Diese Behauptung der Händler überrascht. In Dänemark wachsen zurzeit etwa 100 Millionen Nordmann-Tannen, und davon werden jährlich fünf Millionen exportiert. Das sollte doch genügen.
Bessere Weihnachtsbäume aus Dänemark?
Aus den Munde der Lieferanten in den Ardennen klingt es anders. Dort sollen auch 80 Prozent der Weihnachtsbäume Nordmann-Tannen sein. Und billiger als die dänischen - schon wegen der sehr viel niedrigeren Transportkosten. Aber die dänischen Tannen sind dichter, weil man in diesem Land länger Erfahrung mit ihren Anbau hat und die Bäume besser gedüngt und gepflegt werden, lautet es aus Händlerkreisen. Dagegen sei man in den Ardennen erst vor ein paar Jahren "auf den Zug aufgesprungen" und habe angefangen, Nordmanntannen anzupflanzen.
Auch aus Belgien werden etwa 80 Prozent der Weihnachtsbäume exportiert, sogar bis nach Dänemark!
Ein Nadelbaum aus dem Kaukasus
Der Name "Nordmann-Tanne" führt in die Irre: Er geht zurück auf einen finnischen Biologen, der Alexander von Nordmann hieß. Der Baum stammt auch nicht aus dem Norden, wie man an seiner anderen Bezeichnung "Kaukasus-Tanne" erkennen kann. Im "richtigen" Norden könnte er nicht überleben. Strenge Winter verträgt er nicht. Zum Glück ist diese Gefahr in Belgien (ebenso wie in Dänemark) begrenzt. Ihr Höchstalter von 500 Jahren wird dennoch keine dieser Tannen erreichen.
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