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Von  Armin Möller

Standard Lüttich verteilt Geschenke

Zwei Eigentore von Kanu - klarer Sieg für Hannover 96

Mit dem 2-2 im Hinspiel des Europa-League-Achtelfinals in Lüttich, hatte Hannover 96 sich eine gute Ausgangsposition geschaffen, zuhause in der AWD-Arena den Einzug ins Viertelfinale perfekt zu machen. Standard brauchte einen Sieg oder mindestens ein 3-3 Unentschieden, um das Unmögliche möglich zu machen. Daraus wurde nichts.

 

Wer mit dem Rücken zur Wand steht, dem bleibt eigentlich nur die Flucht nach vorn. Und nach dem 2-2 im Hinspiel hatte Standard Lüttich beim Gastspiel in Hannover auch keine andere Wahl als anzugreifen. In den ersten Spielminuten war in der ausverkauften AWD-Arena jedoch nichts von einem Lütticher Sturmlauf zu sehen, im Gegenteil. Von Anfang an stellten die 96er klar, wer der Herr im Haus ist und wer seine Ambitionen auf das Erreichen des Viertelfinals nachdrücklich verfolgt. Schon in der fünften Spielminute musste Standard-Torwart Sinan Bolat hinter sich greifen. Abdellaoue hatte "die Roten" aus der niedersächsischen Landeshauptstadt in Führung gebracht.

 

Die Rouches zeigten nach der Führung der Gastgeber ein wenig mehr Initiative, konnten den Hausherren allerdings nicht wirklich gefährlich werden. In der 22. Minute zog sich die Schlinge gar noch enger um den Hals von Standard, als der Brasilianer Kanu alias António Eduardo Pereira Dos Santos ein blitzsauberes Eigentor zur 2-0 Führung für Hannover erzielte. Einige Minuten später traf Jelle Van Damme mit einem Kopfball nur den Pfosten. Dies war die bisher einzige nennenswerte Chance für Standard. Es sollte auch die einzige bleiben.

 

Kanu - Pechvogel des Abends

 

Nach der Pause plätscherte das Spiel so vor sich hin. Hannover hatte etwas Gas zurückgenommen, kontrollierte aber weiterhin souverän das Spiel. Standard-Spieler Gakpe sah zu allem Überfluss nach der zweiten gelben Karte in der 59. Minute Rot. Standard musste die letzte halbe Stunde zu zehnt weiterspielen und wusste zu diesem Zeitpunkt, dass es jetzt nur noch um Schadensbegrenzung gehen konnte.

 

Schadensbegrenzung war an diesem Abend allerdings nicht die Sache von Standard und erstrecht nicht von Kanu, der in der 74. Minute mit seinem zweiten Eigentor Hannover 96 höchstunglücklich mit 3-0 in Führung brachte. Die feiernden Fans merkten, dass dies noch nicht das Ende des Torreigens bedeuten musste, denn Standard hatte nun aufgegeben und Hannover spielte locker und befreit wie im Training. Das 4-0 in der vierten Minute der Nachspielzeit war die logische Konsequenz der Hannoveraner Dominanz.

 

Nach Club Brügge gelang es Hannover nun, mit Standard Lüttich den zweiten belgischen EuropaLeague-Teilnehmer nacheinander aus dem Wettbewerb zu werfen. Fazit: sowohl Club als auch Standard zogen gegen eine spielerisch stärkere Bundesliga-Mannschaft den Kürzeren. Beide Teams wirkten unter dem Strich jedoch nicht machtlos. Brügge spielte phasenweise gar besser. Standard wurde die mangelnde Erfahrung seiner jungen, ungestümen Spieler auf internationalem Niveau zum Verhängnis. Die vier Partien der belgischen Mannschaften gegen Hannover waren ein guter Leistungsvergleich zwischen der deutschen und belgischen Liga.

 

 

 


Erstellt oder aktualisiert am 16. März 2012.
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