Schule & Uni
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Von  Paul Lüken und Alexander Wagner, 9a

Mädchenpower

iDSB im Lesefieber

Auch dieses Jahr war der Vorlesewettbewerb an der internationalen Deutschen Schule Brüssel (iDSB) wieder eine gelungene Veranstaltung, die allen Zuhörern beste Unterhaltung bot. Bei den sechsten Klassen zeichnete sich schon früh ab, dass der Wettbewerb auf ein Duell zwischen Paula Grammatikos (6a, Foto li.) und Jakob Bull (6b) hinauslaufen würde. Dadurch entstand eine etwas angespannte Atmosphäre zwischen den beiden Parallelkassen. Den ersten Platz bei den Fünftklässlern errang Mona Richter (5a).

An der Internationalen Deutschen Schule Brüssel stand die Woche vom 5. bis zum 11. Dezember ganz im Zeichen der Literatur. Den Anfang machte Literaturpädagogin Silke Grammatikos mit ihrer Lesekiste. Nahtlos folgte der heiß erwartete innerschulische Vorlesewettbewerb für die fünften und sechsten Klassen am 6. Dezember.

Das Prinzip des Lesewettbewerbs ist leicht zu verstehen: Die drei besten Vorleser der Klasse, die durch einen klasseninternen Lesewettbewerb gekürt werden, treten gegen die Sieger der Parallelklasse an. Die Schüler müssen ihre Vorlesekünste in zwei Runden unter Beweis stellen. In der ersten Runde stellen die Kandidaten kurz ihre Lieblingslektüre vor, aus der sie einen Textauszug vortragen. In der zweiten Runde trennt sich die Spreu vom Weizen. Hier müssen die Teilnehmer einen unbekannten Text möglichst fehlerfrei und lebendig vorlesen. Die Gewinner erhalten neben Ruhm und Ehr tolle Buchpreise, die traditionell von der deutschen Buchhandlung Lesezeichen gestiftet werden.

Nervöse Unruhe

Zu Beginn der Veranstaltung machte sich nervöse Unruhe breit. Vermutlich gingen die Kandidaten noch einmal gedanklich ihren Text durch. Deutschlehrer Dr. Friedrich Tromm, der souverän durch das Programm führte, gelang es jedoch, den Nachwuchslesetalenten das Lampenfieber zu nehmen, sodass jeder Vorleser mit seinen Stärken punkten konnte. In die Bewertung flossen die Lesetechnik, die Textgestaltung und das Textverständnis des jeweiligen Kandidaten ein.

Die Vielfalt der ausgewählten Texte sorgte dafür, dass den Zuhörern keine Sekunde langweilig wurde: Von Klassikern wie Erich Kästners „Emil und die Detektive“ bis hin zu modernen Abenteuerromanen wie „Wildnis“ von Roddy Doyle schien es kein Genre zu geben, das nicht vertreten gewesen wäre. Friedhelm Tromm hatte mit sicherem Händchen einen hervorragenden Fremdtext ausgewählt, nämlich „Die Nacht, in der meine Schwester den Weihnachtsmann entführte“ von Zoran Drevenkar. Der Autor beschreibt in diesem Buch all die Weihnachtsfeste, die er in seiner Jugend erlebt hat, wobei wohl nicht ein einziges dieser Feste so verlief, wie er es sich vorgestellt hatte.

Die Jury

Nachdem die Teilnehmer ihre Lesefähigkeiten unter Beweis gestellt hatten, mussten die Juroren ran. Die fachkundige Jury bestand in diesem Jahr aus Rudolf Wagner von Belgieninfo.net, Verwaltungsratsmitglied Sonja Füssel, Ingrid Wobbe von der Buchhandlung Lesezeichen, Schülersprecherin Isabelle Stetter und den Lehrerinnen Tanya Wittal und Uta Schmidt-Roßner. Nach heißen Diskussionen stand das Ergebnis fest:

Den ersten Platz bei den Fünftklässlern errang Mona Richter (5a). Den zweiten Platz erreichte Mara Bernhardt (5a), den dritten Platz Eva Arnold (5b).

 

 

Bei den sechsten Klassen zeichnete sich schon früh ab, dass der Wettbewerb auf ein Duell zwischen Paula Grammatikos (6a) und Jakob Bull (6b) hinauslaufen würde. Dadurch entstand eine etwas angespannte Atmosphäre zwischen den beiden Parallelkassen, die ihre Kandidaten tatkräftig unterstützten. Letztendlich siegte Paula Grammatikos dank ihrer mitreißenden Vorleseart mit einem hauchdünnen Vorsprung vor Jakob Bull. Dritte wurde Fenja Kraus (6a).

Auch dieses Jahr war der Vorlesewettbewerb an der iDSB wieder eine gelungene Veranstaltung, die allen Zuhörern beste Unterhaltung bot. Für das passende Ambiente sorgte Kunstlehrerin Tanya Wittal durch eine geschmackvolle Dekoration der Aula. Uns jedenfalls hat der Wettbewerb viel Freude bereitet.

Fotos: Tanya Wittal


Erstellt oder aktualisiert am 13. Dezember 2011.
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Kommentare

Britta Koth, 17.12.2011 11:11 Uhr
Hallo aus Lübeck!

Feiner Artikel - ich habe den Eindruck, ich war live dabei und habe gerade die SchülerInnen so mitreißend lesen hören. Glückwunsch an Mademoiselle Grammatikos auf diesem Wege, deren Vortrages-Qualitäten ja schon über die Ländergrenzen hinaus bekannt sind! Gerne hätte ich noch ein Video gesehen. Aber man kann ja nicht alles haben...


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