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Lüttich, warum?

Nachdenken über das Attentat

Belgien ist erschüttert, und die Trauer über die Opfer des Attentats, bei dem sechs Menschen ums Leben kamen, nach dem noch mehrere Verletzte mit dem Tod ringen und andere für ihr Leben behindert sein werden, überdeckt kaum die Fragen, warum dies möglich war, dieser Überfall an der Bushaltestelle. Der Täter kann nicht antworten. Nordin Amrani hat sich erschossen.

 

Die Stadt Lüttich hat bekannt gegeben, dass am kommenden Dienstag eine offizielle Trauerfeier in Gedenken an die Opfer der Anschläge stattfinden wird. Die Zeremonie wird auf der Place Saint-Lambert abgehalten.

 

Vor dem Hintergrund des Vorstrafenregisters des 33-jährigen Täters fragen sich viele, ob er nicht nach Verbüßung der Hälfte einer fünfjährigen Gefängnisstrafe zu früh aus der Haft entlassen wurde. Konnte man einen solchen "Soziopathen" nicht besser überwachen? Einen Waffennarr, dessen Arsenal polizeibekannt war? Wer war Nordin Amrani? Werden jetzt wieder rassistische Ideologien gestärkt. obwohl der Attentäter sich als Belgier fühlte, nicht als Marokkaner, kein Arabisch sprach und nicht zu Allah betete?

 

Viele Menschen haben an der Bushaltestelle, in die der Amokläufer Sprengsätze warf, Blumen niedergelegt, Beileidsbekundungen und Kerzen aufgestellt. In der gesamten Stadt wurden Flyer verteilt und Plakate aufgehängt. Sie tragen die Nachricht: Wenn wir zusammenhalten, bleiben wir stark. Und Belgien möchte in einer nationalen Trauerfeier der Opfer von Lüttich gedenken. Das Datum liegt noch nicht fest. Die Regierung und der Gouverneur von Lüttich möchten die Angehörigen der Opfer und alle, die bei der Rettung der Verletzten im Einsatz waren, in die Feierlichkeiten mit einbinden.

 

Mehr Informationen in unseren "Schlagzeilen aus Belgien"


Erstellt oder aktualisiert am 14. Dezember 2011.
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