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Von  Christoph Niekamp

Lauf, Brüssel, lauf!

30 000 Teilnehmer beim 20km-Volkslauf am Pfingstsonntag

Trinken, Trinken, Trinken – so lautete die Devise beim 33. Volkslauf rund um Brüssel. Bei sommerlichen Temparaturen bis zu 28 Grad schwitzten die Läufer ganz schön. Entlang der Strecke bekamen sie deshalb immer wieder Wasserflaschen in die Hand gedrückt, um bei Kräften zu bleiben. Trotzdem kamen die Helfer des Roten Kreuzes mehr als 650 Mal zum Einsatz.

Knapp 30 000 Teilnehmer waren am vergangenen Sonntag, 27. Mai, in den Parc du Cinquantenaire gekommen, wo um 10 Uhr direkt vor dem Triumphbogen der Startschuss fiel. Sechs Wellen à 5000 Läufern machten sich nach einander auf den Weg, die Stadt einmal zu umrunden. Dabei kamen sie an einigen der schönsten Ecken Brüssels vorbei: Die Teilnehmer liefen vom Parc du Cinquantenaire durchs Europa-Viertel, passierten den Königspalast, die Avenue Louise hinunter, quer durch den schattigen Bois de la Cambre, um schließlich auf der Avenue de Tervuren am Palais Stoclet vorbei zu flitzen.

 

Rollstuhlfahrer

Sightseeing im Laufschritt - wohl eher nicht. Für die aller meisten Teilnehmer stand der Spaß an der Bewegung im Mittelpunkt. Dabei spielten weder Handicap noch Alter eine Rolle. Der jüngste Läufer war gerade mal 13 Jahre alt, der älteste schon 86. Rollstuhlfahrer und Handbiker mischten sich ganz locker unter die anderen Teilnehmer auf zwei Beinen.

Der Äthiopier Dame Tasama (ganz rechts, vordere Reihe) kam nach 1 Stunde und 52 Sekunden als Erster ins Ziel. Schnellste Frau war Francine Niyonizigiye. Sie brauchte für die 20 Kilometer rund um Brüssel 1 Stunde und 13 Minuten. Doch nicht nur die Gewinner wurden am Ende mit einer Urkunde ausgezeichnet. Alle Teilnehmer erhielten eine kleine Godmedaille und eine erste Energieration in Form einer Banane überreicht. Die war bei so manchem Läufern auch nötig, da vielen die Hitze zu schaffen machte. 650 Mal mussten die Sanitäter des Roten Kreuzes helfen, 24 Personen mussten sogar ins Krankenhaus gebracht werden.

 

Beliebt seit 32 Jahren

Am ersten Volkslauf 1980 nahmen 4659 Sportbegeisterte teil. Jahr für Jahr wurden es mehr, bis 1983 die Rekordzahl von 20 000 Teilnehmern erreicht wurde. Mehr wurden aus Sicherheitsgründen nicht zugelassen. Dank neuer technologischer Entwicklungen wie zum Beispiel Mikrochips in den Schuhen zur Berechnung der Laufzeit, konnten die Veranstalter das Limit aufheben und noch mehr Teilnehmer zulassen. Seit 2010 starten die Läufer in verschiedenen Wellen. So bleibt auf der Strecke mehr Platz und ein zu dichtes Gedränge bleibt aus. 74 Läufer sind sogar bei allen 33 Rennen seit 1980 gestartet. Sie sind der harte Kern des Brüsseler Volkslaufes und sicher auch wieder 2013 mit von der Partie.

Fotos: S.I. Brussels Promot; Christoph Niekamp


Erstellt oder aktualisiert am 27. Mai 2012.
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