Fußball
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Von  Armin Möller

Die "Großen Drei" sind wieder voll dabei

Belgische Dominanz in der EuropaLeague

RSC Anderlecht, Standard Lüttich und Club Brügge sind die "Großen Drei" des belgischen Fußballs. Nach langer Durststrecke und lange zurückliegenden Erfolgen in den 1980ern meldet sich Belgien im Europapokal zurück, und wie. Nach Abschluss der Gruppenphase haben sich alle drei Teams als Gruppensieger für die K.O.-Runde qualifiziert. Anderlecht hat dabei sogar einen neuen Rekord aufgestellt.

 

Der RSC Anderlecht hat zusammen mit Standard Lüttich und Club Brügge Maßstäbe in der EuropaLeague gesetzt. Die Brüsseler gewannen alle ihre sechs Spiele in der Gruppe L und stellen mit 18 von 18 möglichen Punkten einen neuen Rekord auf. Im sechsten und letzten Spiel gegen Lokomotive Moskau bot die Mannschaft von Trainer Ariel Jacobs als Bonbon für die Fans im heimischen Constant-Vanden-Stock-Stadion sogar noch fußballerische Feinkost. Nach einem 0-1-Rückstand schaffte Anderlecht, wieder einmal angetrieben von einem starken Guillaume Gillet, zwischenzeitlich einen 4-1-Vorsprung.

 

Lok Moskau, das im Siegfall auch noch Gruppensieger hätte werden können, spielte allerdings munter mit und schaffte es noch, den Vorsprung zu verkürzen. Am Ende hieß es 5-3 für den RSC Anderlecht. Damit war den Königlichen der Gruppensieg nicht mehr zu nehmen.

 

Als zweiter belgischer Gruppensieger stand bereits am vorletzten Spieltag Standard Lüttich fest, das sich mit einem Sieg gegen Hannover 96 den ersten Platz in der Gruppe B gesichert hatte. Das Auswärtsspiel im spärlich besetzten Kopenhagener Parken-Stadion stand deswegen und wegen des Amoklaufs von Lüttich (Belgieninfo berichtete), unter anderen Vorzeichen. Sportlich gesehen ging es um nichts mehr. Der FC Kopenhagen war sichtlich nicht mehr motiviert, und auch bei den Rouches war ein bisschen die Luft raus. Immerhin beendete Standard die Gruppenphase formvollendet mit einem 0-1-Auswärtssieg.

 

Zittern bis zum Schlusspfiff

 

Richtig um die Wurst ging es am letzten Spieltag in der Gruppe H indes noch einmal für Club Brügge. Das Team von Trainer Christoph Daum musste gegen Sporting Braga aus Portugal im heimischen Jan-Breydel-Stadion punkten, um nicht auf der Zielgeraden noch auszurutschen und die Qualifikation für die K.O.-Runde vor eigenem Publikum zu verpassen. Theoretisch hätten sowohl Braga als Birmingham City und Brügge noch alle Chancen gehabt. Brügge spielte in der ersten Halbzeit recht vorsichtig, versteckte sich aber nicht vor dem Vorjahresfinalisten.

 

Nach einem Platzverweis für die Portugiesen kam Club zu einigen guten Chancen, konnte diese aber nicht verwerten. Von Überzahlspiel war kaum etwas zu merken. Erst in der zweiten Spielhälfte gelang es Blau-Schwarz, Chancen in Tore umzuwandeln. Björn Vleminckx sorgte mit seinem ersten Tor in einem europäischen Wettbewerb dafür, dass seine Mannschaft in Führung ging.

 

Nach einer guten Stunde ging ein Ruck durch die gegnerische Mannschaft, der offensichtlich bewusst wurde, doch noch Gruppensieger werden zu können. Braga warf alles nach vorne, was laufen konnte und brachte Brügge in arge Bedrängnis. In der 66. Minute erzielte Ewerton den Ausgleich für die Iberer. Von nun an musste die Elf von Christoph Daum zittern, denn der Druck von Braga ließ nicht nach und bei Brügge schlichen sich Nervosität und Unsicherheit ins Spiel ein. Nach einer nervösen Schlussphase rettete der belgische Tabellenzweite sich über die Zeit und zieht zusammen mit den beiden Ligarivalen Standard und Anderlecht als Gruppensieger und gesetztes Team in die K.O.-Runde der EuropaLeague ein.


Erstellt oder aktualisiert am 16. Dezember 2011.
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