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Von  Daniel Niessen

Lambertz trifft Landeshauptmann Dörfler

Kärnten sucht Anregungen zur Zusammenarbeit

Anfang der Woche traf der Ministerpräsident der Deutschsprachigen Gemeinschaft, Karl-Heinz Lambertz, mit dem Landeshauptmann des österreichischen Bundeslandes Kärnten Gerhard Dörfler zusammen. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die aktuelle politische Lage in Belgien und die Erfahrung der Deutschsprachigen Gemeinschaft aus jahrzehntelanger Kooperation im Rahmen der Euregio Maas-Rhein.

 

Kärnten interessiert sich derzeit besonders für bewährte Verfahren eurpäischer Partnerregionen im Bereich der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit, nachdem das österreichische Bundesland im Oktober eine fünf Jahre alte trilaterale Vereinbarung zwischen den norditalienischen Regionen Venetien und Friaul verlängert hat. Kärnten möchte diesen Verbund im Rahmen einer Euregio „Senza Confini“ gerne auch mittelfristig um Partner im benachbarten Slowenien und Kroatien ausbauen. Vor diesem Hintergrund hatte  Kärntens  Landeshaupt Dörfler um einen Meinungsaustausch mit Ministerpräsident Lambertz gebeten, der ja seit Februar 2010 auch den Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft europäischen Grenzregionen (AGEG) führt.

 

In diesem Kontext skizzierte Ministerpräsident Lambertz Geschichte, Entwicklung, und Rückschläge aber auch Erfolgsmodelle in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der EMR. Lambertz ging dabei auf die Grenzproblematik an den Nahtstellen Europas ein und verwies auf die positiven Spannungsfelder, die in Euregios zu finden sind. Zur Sprache kamen auch Struktur und Finanzierung der Euregio MR. Daneben ging der Ministerpräsident auf die Entstehung der grenzüberschreitenden Verflechtungsräume im belgisch-deutsch-niederländischen Umfeld der Euregio Maas-Rhein und die institutionelle Entwicklung Belgiens ein. Lambertz wies in diesem Zusammenhang zur Verdeutlichung auf die Herausforderungen und Chancen aber auch Risiken einer hohen Mobilität in Grenzregionen hin und erläuterte dies am Beispiel der Deutschsprachigen Gemeinschaft.

 

Zum Abschluss des Gespräches lud der Ministerpräsident den Kärntner Regierungschef zu einem Besuch in die DG ein.


Erstellt oder aktualisiert am 07. Dezember 2011.
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