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Von  Jan Kurlemann

Besucherrekord beim Brüsseler Salon

Größte Tourismus-Messe Belgiens

Fast 114 000 Besucherinnen und Besucher, zwei Prozent mehr als im letzten Jahr, tummelten sich  in den Ausstellungshallen von "Brussels Expo"  (Heysel). Dort fand vom 3. bis zum 7. Februar 2011 der 53. "Salon des Vacances/Vakantiesalon" statt, mit 786 Ausstellern die größte Tourismus-Messe in Belgien.

Die Aussteller gaben sich  große Mühe, die Besucher an ihre Stände zu locken und für ihr Gebiet oder ihr Produkt zu interessieren. Ein "Tour Operator" lud sie sogar ein, an einen Stand zu kommen und sich dort zusammen mit der umstrittenen "Miss Belgien" Justine de Jonckheere fotografieren zu lassen. Komplettiert wurde der Kreis der Aussteller durch die Anwesenheit eines Standes von "Toerisme Vlaanderen", der flämischen Agentur zur Förderung des Tourismus, die mehrere Jahre nicht am Salon teilgenommen hatte.  

Serbien im Mittelpunkt


Ehrengast war beim diesjährigen Salon Serbien. Gordana Plavenac, die Direktorin der nationalen Tourismusorganisation, schnitt feierlich das Band durch, das vor dem serbischen Stand gespannt war. Zuerst stimmten junge Sängerinnen und Sänger in malerischen Trachten  mit ihrer Liedern in Moll das Publikum melancholisch, doch dann übernahm Blasmusik  die Szene, schließlich kamen auch Pop und Rock zu ihrem Recht.

Frankreich, nach wie vor das beliebteste Urlaubsziel der Belgier, hatte eine ganze Halle für sich, diesmal mit Burgund als Schwerpunkt. In einer anderen waren die europäischen Länder gruppiert, mit den Nachbarn Belgiens im Vordergrund. Natürlich fehlten die Reiseziele aus Belgien nicht - und manche gastronomische Spezialitäten .

Die Welt ist ein Dorf


Exotische Reiseziele bildeten "Dörfer": ein afrikanisches, asiatisches, ein karibisches und ein nordisches Dorf - auch sie mit Animation und Musik. Besonders eindrucksvoll war eine geradezu akrobatische Tanzgruppe aus Malaysia.  Ein Kreuzfahrt- und ein Abenteuerdorf vervollständigten das Bild. Große Reiseunternehmen waren selbständig in den Hallen vertreten und warben um Kundschaft.

Mehr Reisen - weniger Kostproben


1962 fuhren nur vier von zehn Bewohnern Belgiens in den Urlaub, Nach den letzten Zahlen verreisen über acht Millionen Belgier ins Ausland. 2,6 Millionen bleiben in Belgien. Zehn Prozent verreisen dreimal im Jahr, wie Forschungen ergeben haben.

Geübte Messegäste erkennt man an den großen soliden Taschen oder Tüten, in denen sie das Informationsmaterial nach Hause schleppen. Kostproben gab es kaum, oder man musste sein Gläschen Wein am Stand bezahlen. Spendabel zeigte sich nur die polnische Gaststätte: Wer ein Getränk bestellte, bekam dazu ein Gläschen Wodka gratis.


Erstellt oder aktualisiert am 10. Februar 2011.
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