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Von  Armin Möller

Anderlecht kaum mehr zu stoppen

Verfolger Brügge kann Außenseiterchance vergessen

Noch sind in der Meisterrunde im belgischen Fußballoberhaus zwölf Punkte zu vergeben. Rechnerisch wäre daher noch vieles möglich, aber in der Praxis sollte dem RSC Anderlecht der 31. Landesmeistertitel der Vereinsgeschichte kaum mehr zu nehmen sein. Nach einer unglücklichen 2-1-Niederlage bei AA Gent trennen den Tabellenzweiten Club Brügge nun schon sieben Punkte vom Platz an der Sonne. Damit bewahrheitet sich, was Christoph Daum, Trainer der Brügger, schon vor Wochen sagt: "Anderlecht wird Meister, sie sind einfach die Besten!"

 

Noch vor zwei Wochen sah es beim Rekordmeister, dem RSC Anderlecht nach einer kleinen Krise aus. Die Brüsseler hatten zuhause mit 1-3 gegen Racing Genk verloren und spürten den Atem von Club Brügge im Nacken. Nach zwei Siegen von Anderlecht und zwei Niederlagen von Club Brügge in Folge hat sich das Blatt nun wieder gewendet - wahrscheinlich endgültig zu Gunsten des RSC Anderlecht. Christoph Daum, der deutsche Trainer von Club Brügge, wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Recht behalten. Für ihn stand nie öffentlich zur Debatte, wer am Ende der Saison den Meistertitel holen würde: Der RSC Anderlecht.

 

Meisterliche Form

 

Am sechsten Spieltag der Meisterrunde zeigten sich die von Ariel Jacobs trainierten Hauptstädter in meisterlicher Form. Mit einem klaren 0-4 machten sie im Stadion von Racing Genk die Heimniederlage von vor zwei Wochen gegen die Limburger mehr als nur vergessen. Und wieder wurde einmal mehr deutlich wie sehr das Spiel von RSCA von der Form von Mittelfeldregisseur Guillaume Gillet abhängt, der in der 32. Minute sogar für das 0-2 sorgen konnte. Ohne einen Gillet in Form läuft bei Anderlecht nur wenig bis nichts zusammen. 

 

Club Brügge war nach der Vorlage von Anderlecht am Freitag Abend einen Tag später im Genter Ottenstadion zum Siegen verdammt, um sich AA Gent im Rennen um den zweiten Platz vom Leibe zu halten und auf Tuchfühlung mit Anderlecht zu bleiben. In einem von zweifelhaften Schiedsrichterentscheidungen geprägten Spiel ging Club früh in Führung, musste aber schon bald den Ausgleich hinnehmen. Nach einer guten Stunde stellte Schiedsrichter Sebastien Delferiere Club-Kapitän Carl Hoefkens vom Platz und zeigte auf den Elfmeterpunkt. Routinier Bernd Thijs ließ sich diese Einladung nicht nehmen und erzielte das 2-1 für AA Gent. 

 

Die Buffalos trennen nach dem Sieg über Club Brügge nur noch einen Punkt von Platz Zwei, der zur Teilnahme an der Qualifikationsrunde zur ChampionsLeague berechtigt. Mit diesem Sieg konnte Gent wieder den dritten Platz von Racing Genk zurückerobern und sich damit neue Hoffnungen auf die Teilnahme an der Europaleague machen, ohne in die Relegation gegen den Sieger der Play-off II zu müssen.

 

Chancen auf den Gruppensieg

 

In den beiden Staffeln von Play-off II läuft derzeit alles auf ein Finale der derzeit erstplatzierten Cercle Brügge und RAEC Mons hinaus. Mons kann sich mit noch einer Partie zu spielen schon ziemlich sicher sein, wohingegen Cercle im letzten Spiel gegen KV Mechelen unbedingt gewinnen sollte, um nicht auf ein Remis der beiden Verfolger Lierse und OH Leuven hoffen zu müssen. Beide Verfolger hätten theoretisch ebenfalls noch Chancen auf den Gruppensieg.

 

Der Sieger im Finale der beiden Erstplatzierten aus Play-off II spielt in einem Relegationsspiel gegen den Vierten aus der Meisterrunde den vierten belgischen Teilnehmer aus, der an der Qualifikationsrunde zur Teilnahme an der Europaleague berechtigt ist.


Erstellt oder aktualisiert am 30. April 2012.
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